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Kindergruppen

 

Therapeutische Gruppe für Kinder mit Auffälligkeiten in der sozial-emotionalen Entwicklung
 
Eine nicht geringe Anzahl der Frühförderkinder zeigt erhebliche Verhaltensauffälligkeiten und Eingliederungsschwierigkeiten, insbesondere im Kindergarten und im sonstigen Umgang mit Gleichaltrigen.
Für die Behandlung dieser Kinder wurde in unserer Einrichtung transdisziplinär das Konzept einer therapeutischen "Abenteuer"- Spielgruppe entwickelt, in der wir Frühförderung im Übergang zur Schule mit einem etwas anderen Schwerpunkt betreiben.

Unser Augenmerk ist dabei auf die Ich-Entwicklung und den Erwerb sozialer Kompetenz bei 5- bis 6-jährigen Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten gerichtet.
Ausgehend von einer Anpassung psychodramatischer Gruppentherapie auf jüngere Kinder entwickelten wir unsere spezifische Form von Kinder-Therapie für diese Altersgruppe. Das methodische Vorgehen hat sich über viele Jahre bewährt und erweist sich als recht vielseitig.

Die Arbeit mit den dynamischen Prozessen innerhalb der Kindergruppe bietet den Rahmen, in dem Schritte in Richtung sozialer Handlungsfähigkeit initiiert, geformt, erprobt und gelernt werden können.

Parallel zur Gruppenarbeit finden kontinuierlich, auf die individuellen Themen des Kindes ausgerichtete Beratungsgespräche mit den Eltern statt.

 

 

     Vorschulgruppe

Die Vorschulgruppe findet jährlich zwischen Oktober und Juli statt. An ihr nehmen Kinder teil, die voraussichtlich im Folgejahr eingeschult werden. Die Gruppe findet einmal wöchentlich für die Dauer von 90 Minuten statt. Die Teilnehmerzahl beträgt maximal 7-8 Kinder.

In den ersten 45 Minuten erfolgt Gruppenarbeit am Arbeitstisch, während in der zweiten Hälfte das Thema im Bewegungsraum mithilfe von  motorischen Aufgaben vertieft wird.

Die Gruppe wird von einer Sonderpädagogin und eine Motopädin geleitet.

Im Verlauf des Jahres finden in der Regel zwei begleitende Elterngespräche statt, die einen Erfahrungsaustausch über das Kind ermöglichen und - wenn gewünscht – eine Einschulungsberatung beinhalten.

Die Gruppe ist für Kinder geeignet, die auf schulische Situationen (Lernen in der Gruppe,   
Arbeitshaltung etc.) und schulische Inhalte unter erleichterten Bedingungen (Kleingruppe,
individuelle Förderung, Lernen mit Bewegung) vorbereitet werden sollen.

Es geht nicht darum, schulische Leistungen vorweg zu nehmen oder die vorschulischen 
Angebote der Kindergärten zu wiederholen. Vielmehr sollen noch mangelnde 
Lernvoraussetzungen gefördert oder gefestigt werden.

Dies betrifft folgende Bereiche:

  • Feinmotorik
  • Visuelle und akustische Wahrnehmung
  • Sprachfähigkeit und Mengenvorstellung
  • Verknüpfung Bild mit Wort und umgekehrt (vom Sehen zum Hören u. a.)
  • Handlungsplanung in kleinen Schritten
  • Anweisungsverständnis und logisches Denkvermögen

 

Psychomotorische Kindergruppe

Psychomotorik in der Gruppe verfolgt das Ziel, zur Eigentätigkeit und zum selbständigen Handeln anzuregen, sowie durch Erfahrungen in und mit der Gruppe zu einer Erweiterung von Handlungsmöglichkeiten und Kommunikationsfähigkeiten beizutragen.
Erlebnisorientierte Bewegungsangebote bieten dem Kind die Möglichkeit, eine positive Beziehung zum Körper und zu sich selbst aufzubauen. Die Erfahrung, selbst wirksam sein zu können, wirkt unterstützend auf die Entwicklung eines positiven Selbstkonzeptes.
Über erkundendes und experimentelles Lernen in der Turnhalle, bei Regelspielen mit selbst erstellten bzw. auf die Situation abgestimmten Spielregeln, bei Spielen mit- oder gegeneinander, bei Absprachen und gemeinsamen Entscheidungsprozessen werden soziale Fähigkeiten gefordert.
In der Psychomotorikgruppe werden Lernerfahrungen in den Bereichen Bewegung, Wahrnehmung und im Sozialkontakt ermöglicht.